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Captain Blitz

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Sonntag, 9. Januar 2011, 17:57

Carlos Ruiz Zafón - Der Mitternachtspalast (Argon)

Ben und Sheere sind Zwillinge, doch sie leben getrennt voneinander und das hat auch einen sehr guten Grund, denn sie werden von einem Unbekannten verfolgt. Jahrelang leben sie in Ruhe, doch als die beiden sechszehn werden beginnt das Grauen und in ihrem Umfeld sterben Leute. Zufall oder Mord? An Zufälle glauben sie nicht un in der Unterwelt Kalkuttas nimmt ein gefährliches und grausames Spiel seinen Lauf, in dem es um Leben und Tod geht. Werden sie den Unbekannten besiegen können?


- Meinung -


Ein weiteres Frühwerk von Carlos Ruiz Zafón, das in Richtung Grusel und Fantasy geht, dazu auch ein paar Thrillerelemente parat hält, eine interessante Mischung also. Doch reicht das aus, um eine rundum packende Story zu erzählen? Nicht unbedingt, denn im Vergleich zu den anderen beiden Bänden aus der Frühphase des Autors, kommt dieses Werk etwas schwächer rüber, was aber nicht nur an der Handlung an sich liegt. Die unterscheidet sich jedenfalls nicht sonderlich von den beiden vorherigen Bänden und wirkt nicht unbedingt innovativ, das hat man schon mal so oder so ähnlich gehört. Überlanger, relativ unspekaktulärer Gruselthriller, der bei einer Spielzeit von ca. 503 Minuten nicht so wirklich in Fahrt kommen will.

Das liegt leider auch an Rufus Beck, der sonst eigentlich immer erstklassige Leistungen abliefert, diese Produktion aber wie eine lästige Pflichtaufgabe wirken lässt. Er klingt fast die gesamte Spielzeit eher gelangweilt und bringt wenig Spiel in seine Darbietung, von den sonst immer ziemlich engagierten Performances hört man hier kaum etwas raus. Wenige Nuancen oder Facetten werden hier präsentiert, eine unspektakuläre Leistung, die ich so nicht erwartet habe. Außerdem kommt noch hinzu, dass Becks Stimme ziemlich belegt klingt was die ganze Sache alles andere als besser macht. Schade, aber das hier ist für meinen Geschmack so ziemlich die schlechteste Leistung gewesen, die ich von Rufus Beck bisher zu hören bekam.

Mit einer großzügigen Untermalung hätte man bei dieser Produktion eventuell noch etwas kaschieren können, aber die gibt es hier nicht und es ist eine reine Lesung. Somit liegen die die Probleme hier völlig offen und es hapert durchaus auch bei der Atmosphäre.

Schade, aber von den älteren Werken aus Zafóns Feder ist dies das schwächste und es zog sich ziemlich. Empfehlen kann ich dieses Hörbuch daher leider auch nicht, dafür sind die Schwächen zu eklatant. Zu langatmig, zu schwach vorgetragen, das geht alles deutlich besser.




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