Fragen an Elga Schütz
Rollen bei Lausch: Malice Do'Urden

Hallo Frau Schütz,

könnten Sie Sich kurz vorstellen? Wer sind Sie und was ist Ihre Tätigkeit?

Hallo! Eine kurze persönliche Vorstellung: 1950 in Hildesheim geboren, ab meinem 15. Lebensjahr am Stadttheater in Hi als Externistin tätig ( kleine Sprechrollen und im Chor ), nebenbei Abitur gemacht, Studium. Seit 1975 als professionelle Schauspielerin an div. Theatern engagiert – z. Zt. Am Imperial Theater Hamburg ( Krimitheater ) – Kurz gesagt: Ich arbeite als Schauspielerin und Sprecherin.

Welche Ausbildung haben Sie genossen?

Ich habe 8 Semester an der Staatl. Hochschule für Musik und Theater, Hannover, Abt. Schauspiel, studiert und „darf“ (ja, ja) mich Diplomschauspielerin „schimpfen“; darf auch unterrichten.

Wann hatten Sie ihren ersten Einsatz als Sprecherin und können Sie Sich auch noch an die Produktion und ihre damalige Rolle erinnern?

Ich weiß es beim besten Willen nicht mehr genau. Ich meine es wäre beim NDR in Hannover gewesen. Briefe von Kindern und Jugendlichen, über ihre Träume und Wünsche, sehr anrührend und wunderschön.

Sprechen Sie nur Hörspiele oder haben Sie auch schon Hörbücher eingesprochen oder Synchron gemacht?

Gaaanz viele Hörbücher, - für die Norddeutsche Blindenhörbücherei und bei Lausch für den Hörbuchverlag Technisat. Mache auch Synchron und spreche Dokumentarfilme – sogenanntes Overlay- die deutsche Stimme über z.B. der englisch sprechenden Person, z.B. für die Sender VOX und arte.

Ist das für Sie denn eher harte Arbeit oder doch eher Spass oder einfach beides zusammen?

Beides. Manchmal ist die Vorbereitung echte „Knochenarbeit“, oder ich habe bei der Aufnahme das Gefühl, ich kann nicht wirklich vermitteln, was ich dem Hörer eigentlich damit Sagen möchte. Und manchmal gibt es eben auch die berühmten „Sternstunden“, wo alles ganz leicht und selbstverständlich erscheint. Aber beides gehört zusammen, wenn man seinen Beruf liebt.

Hören Sie selber auch Hörspiele? Haben Sie eventuell auch ein Lieblingshörspiel?

Ja natürlich. Mir fehlt nur leider oft die Zeit und die Muße. Ein Lieblingshörspiel, - nein, nicht absolut, - das wechselt so ein bisschen nach „Seelenlage“.

Gibt es eine spezielle Rolle, die Sie gerne mal sprechen möchten oder haben Sie ihre Traumrolle bereits gesprochen?

Es gibt noch so viele wunderbare Rollen.

Wie kamen Sie an die Rolle der Malice Do´Urden?

Ich habe mich bei Lausch mal so ganz normal beworben, und zu dem Zeitpunkt wurde gerade eine Frau für diese Rolle gesucht – die berühmte glückliche Fügung.


Elga Schütz
Foto (c) Lausch





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Wird es für Sie beim Label Lausch weitergehen oder ist Ihre Arbeit dort abgeschlossen, da Sie die Rolle der Malice Do´Urden ja nicht mehr sprechen können.

Die Arbeit für Lausch wird, gottlob, weitergehen.

Haben Sie einen Regisseur, mit dem Sie am liebsten jede Aufnahme bestreiten würden?
Kommen Sie mit allen Kolleginnen und Kollegen gut aus oder gibt es auch welche, mit denen Sie nicht gerne zusammenarbeiten oder es sogar strikt ablehnen?


Ich arbeite liebend gern mit Günter Merlau, das genieße ich richtig. Aber jede Aufnahme mit dem nämlichen Regisseur - das wäre für die Kreativität und die Phantasie von Regisseur und Sprecherin absolut tödlich. Und natürlich gibt es auch Kollegen mit denen ich nicht so gern arbeite. Aber ich bin Profi, und manchmal ergeben sich , man will es oft selbst nicht glauben, aus so einer Kombination total spannende Sachen, wenn man ein bisschen offen bleibt.

Improvisieren Sie gerne mal?

Liebend gern. Aber der Text ist festgelegt, allerdings kann man Stimmungen , Gefühle, die sich in der Improvisation ergeben haben in den geschriebenen Dialog übernehmen.

Gab es auch mal unangenehme Ereignisse in Ihrer Karriere?

Und ob. Aber die verarbeitet man für sich allein.

Wenn Sie morgen mit diesem Job aufhören würden, was wäre bis dahin Ihr schönstes berufliches Erlebnis gewesen?

Das eine „schönste „ Erlebnis gibt es nicht, aber viele wunderbare kleine und oft zum „Heulen schöne“ Erlebnisse. Und – mein Beruf ist vielleicht der wichtigste Teil meines Lebens - freiwillig aufhören kann ich nicht.

Möchten Sie den Fans und Lesern noch ein paar Worte widmen?

Erst natürlich mal ganz herzliche Grüße an alle. Und bewahren sie sich ihre Liebe zu Phantasiewelten und Träumen, denn wenn man die nicht mehr hat, wird die Welt, glaub ich, sehr trüb und grau. Und ein Geständnis: Das war mein erstes Interview per Computer. Am PC bin ich wirklich kein Highlight !!!!!! Also eine Premiere…

Ich bedanke mich herzlich für das Interview!

Ich danke auch….sogar für die „Übungsstunde“ am PC. ( Die Kollegen grienen schon.) Hoffentlich bis bald Elga Schütz


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